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30.12.2011 • Gesund durch die kalte Jahreszeit: Rezepte gegen Erkältung

Die ersten Anzeichen einer Erkältung kennt fast jeder – Kitzeln in der Nase, Niesen, man fühlt sich schlapp. Besonders in der Winterzeit lässt eine Erkältung oft nicht lange auf sich warten.

 

Gar nicht erst krank werden

Um Schnupfen und Co. bereits im Vorfeld abzuwehren, sollte man dem Körper bereits bei den ersten Anzeichen ausreichend Ruhe gönnen. Mit der richtigen Ernährung können außerdem die Abwehrkräfte gestärkt werden. Unser Immunsystem braucht reichlich Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, um Krankheitserregern die Stirn zu bieten.

Einige sekundäre Pflanzenstoffe sind wirksam gegen Bakterien, Viren und Pilze. Dazu zählen z.B. Glucosinolate in Kohlgemüse, Radieschen und Sauerkraut, Monoterpene in Zitrusfrüchten und Gewürzen wie Kümmel, Anis und Fenchel oder Saponine in Hülsenfrüchten, Spinat und Rote Bete. Manche können unseren Körper auch vor Entzündungen schützen: Zum Beispiel Sulfide in Knoblauch, Zwiebeln, Lauch oder Schnittlauch sowie Polyphenole in Rotkohl, Kirschen, Rotwein, schwarzem und grünen Tee.

Radikalfänger schützen Körperzellen. Viele sekundäre Pflanzenstoffe sind zusammen mit Vitamin C und Betacarotin aus Obst und Gemüse in der Lage so genannte freie Radikale abzufangen, die unsere Körperzellen schädigen können. Da intakte Zellen aber die Voraussetzung für eine funktionstüchtige Abwehr sind, sollten Lebensmittel mit diesen Inhaltsstoffen reichlich gegessen werden. Zink und Selen schützen ebenfalls die Zellen und aktivieren zudem die Enzyme des Immunsystems.

Effektive Fitmacher an trüben Tagen sind Vitamine. Besonders Zitrusfrüchte enthalten reichlich Vitamin C. So liefern Orangen, Mandarinen, Zitronen, Grapefruits und Kiwis nicht nur eine kulinarische Abwechslung, sondern stärken ganz nebenbei unser Immunsystem. Vitamin C ist außerdem in großer Menge in Sanddornsaft. Die beliebte heiße Zitrone kann dem Körper ebenfalls reichlich Vitamin C liefern. Bei der Zubereitung sollte darauf geachtet werden, dass frisch gepresster Zitronensaft verwendet wird. Diesen nicht mitkochen lassen und nicht mit kochend heißem Wasser überbrühen. Besser ist es, das Wasser zunächst etwas abkühlen zu lassen, danach den Saft zugeben, und dann bald austrinken. Neben Vitamin C sind auch andere Vitamine wichtig: Die Vitamin A, E, B6, B12 und Folsäure aktivieren das Immunsystem.

Obst, Gemüse und Salat müssen her, möglichst mehrmals am Tag. Zum Beispiel in Form von Rohkost zum Brot, als warme Gemüsebeilage oder als Gemüseeinlage im Eintopf oder der Suppe sowie als Vorspeisensalat. Aber auch Müsli, am besten mit frischem Obst und leichtverdaulichem Joghurt zubereitet oder selbstgezogene Kräuter von der Fensterbank sowie Sprossen und Keimlinge liefern viele Vitamine und Mineralstoffe.

Frucht-Cocktail kann einer aufkommenden Erkältung vorbeugen. Dazu werden 1/4 l Milch, 0,2 l Mineralwasser sowie je ein Schnapsglas voll mit schwarzem Johannisbeersaft und Zitronensaft in einem Mixer gut vermischt. Der Cocktail wirkt durch seinen hohen Fruchtsäuregehalt erfrischend und stärkt die Abwehrkräfte. Schwarze Johannisbeeren enthalten viel Vitamin C, außerdem Kalium. Dieser Mineralstoff fördert die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und sorgt dafür, dass Herz, Nerven und Muskeln gut funktionieren. Zitronen enthalten ebenfalls viel Vitamin C und hochwertige Fruchtsäuren, die zur Entgiftung des Körpers beitragen.

 

Naturjoghurt, Kefir oder Sauerkraut enthalten probiotische Kulturen. Wichtig ist, regelmäßig genießen – am besten dreimal am Tag etwas „Milchiges“. Denn auch für das Immunsystem wichtige Zink ist hier reichlich enthalten.

Omega-3-Fettsäuren verbessern die Immunantwort. Sie sind enthalten in fettem Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering, aber auch im Saibling und der Regenbogenforelle. Bei einer bestehenden Infektion ist zudem der Eiweißbedarf erhöht. Dieser lässt sich gut über die Ernährung decken, denn Fisch oder mageres Fleisch sind gute Eiweißlieferanten.

Viel trinken für starke Abwehrkräfte. Mindestens 1,5 Liter sollten es täglich sein. Besonders geeignet sind Mineralwasser, Gemüsesaft und in der kalten Jahreszeit Früchte- oder Kräutertees. Der Körper braucht die Flüssigkeit, um die Schleimhäute feucht zu halten und so Krankheitserreger abzufangen. Ist der Infekt bereits da, gilt ebenfalls: viel trinken.

Wenn die Nase läuft und es im Hals kratzt kann die gute alte Hühnersuppe die Beschwerden lindern. Dies ist sogar wissenschaftlich belegt: Eine Studie des Medical Centers der Universität Nebraska zeigte an menschlichen Zellen, dass Hühnersuppe Entzündungsprozesse in Nase und Hals hemmen kann. Unter anderem steckt in der Hühnersuppe der Eiweißstoff Cystein, der abschwellend auf Schleimhäute wirkt. Zudem erhöhen die Dämpfe heißer Hühnerbrühe die Temperatur in den Atemwegen, so dass sich Erkältungsviren nicht so schnell vermehren können. Das Rezept: Ein Suppenhuhn mit Innereien waschen, mit Salz und kaltem Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Ein bis zwei Stunden köcheln lassen und etwa zehn Minuten in der Nachwärme fertig garen. Petersilienwurzel und Karotten putzen, waschen und nach der halben Garzeit zufügen. Huhn herausnehmen, die Brühe durch ein Sieb gießen und wieder in den Kochtopf geben. Das Huhn häuten, zerlegen, Knochen herauslösen, Fleisch kleinschneiden und in die Brühe geben. Die Brühe erhitzen und mit Salz abschmecken, mit gehackter Petersilie und Schnittlauch bestreuen. Mit einer Hühnersuppe lässt sich natürlich nicht jede Erkältung problemlos behandeln. Wenn der Infekt mehrere Tage anhält bzw. Fieber, Ohren- und Gelenkschmerzen oder eine eitrige Halsentzündung dazu kommen, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Schmerzen lindern

Wärme treibt die Krankheiten aus und heilt. Sie wirkt entspannend und lösend. Schwitzen regt die körpereigene Abwehr an und treibt Krankheitserreger aus. Heiße Dämpfe aus Heilkräutern und ätherischen Pflanzenölen desinfizieren die Atemwege, wirken abschwellend, schleimlösend und entzündungshemmend. Ideale Heilkräuter hierfür sind Kamillenblüten, Schlüsselblumenwurzeln oder –blüten, Thymiankraut oder Eukalyptus-, Salbei- und Pfefferminzblätter. Die heißen Dämpfe sollten etwa eine Viertelstunde lang eingeatmet werden, anschließend in der Wärme bleiben – am besten ins Bett gehen. Auch ein Schwitztee tut gut bei Erkältungskrankheiten. Dazu werden Königskerzenblüten, getrocknete Holunderblüten und Lindenblüten zu gleichen Teilen gemischt. Ein Esslöffel der Kräutermischung wird als Tee zubereitet und sollte am besten schluckweise heiß getrunken werden. Idealerweise trinkt man diesen Tee mehrmals täglich.

Fazit: 

Eine Ernährung, die die Abwehrkräfte stärkt, sollte viel Obst und Gemüse enthalten, daneben Sauermilchprodukte, mageres Fleisch und fetten Fisch. Außerdem ist der Lebensstil wichtig zur Vorbeugung von Erkältungen: Ausreichend Schlaf, viel Bewegung und frische Luft halten gesund.

www.ernaehrungsberatung-stefanie-metty.de